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Das Karpaltunnelsyndrom (CTS)

Ursache
Auf Höhe der Handwurzel verlaufen die Beugesehnen der Finger und der Nervus medianus durch ein kurzstreckiges Tun­nel, welches durch die Hand­wurzel­knochen und ein kräftiges Band gebildet werden. Durch Gewebevermehrung oder Was­seransammlung wird in diesem Tunnel der Druck auf den Nerven erhöht, was zu typischen Ausfallserscheinungen und längerfristig auch zur Nervenzerstörung führt.

Symptome
Die ersten Anzeichen sind in der Regel nächtliche Einschlaf­erscheinungen, ver­bunden mit Kribbeln und Schmerzen in den Schwurfingern. Im fortgeschrittenen Stadium treten auch tags­über Beschwerden auf und es kommt zu Dauer­sensibili­täts­störungen und ausstrahlenden Schmerzen in den Unterarm.

Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll
Wenn die nächtlichen Ein­schlaf­erscheinungen und Schmerzen regelmässig den Schlaf stören oder bei ruhigen Tätigkeiten tagsüber lästig sind. Es sollte nicht zu­ge­wartet werden, bis Dauersensibilitätsstörungen vorhanden sind, da sich in diesem Falle die Sensibilität nach dem Eingriff häufig nur noch teilweise erholen kann.

Konservative Therapiemöglichkeit
Der Druck auf den Nerven kann durch das Tragen einer Hand­gelenks­manschette nachts oder durch ab­schwellende Medika­mente oder sogar durch Steroid­infiltrationen reduziert wer­den. Häufig sind diese Massnahmen leider länger­fristig aber nicht wirksam.

Operative Behandlungsmöglichkeit
Das Karpaltunnel wird chirurgisch eröffnet und der Nerv vom Druck entlastet. Die Symp­tome verschwinden in der Regel subjektiv vollständig, anfänglich leidet man aber für wenige Monate an einer druckempfindlichen Narbe. Die Karpaltunnel­dekom­pression gehört heute weltweit zu den häufigsten Ein­griffen.