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Dupuytren’sche Erkrankung (Morbus Dupuytren)

Ursache
Die Ursache des M. Dupuytren ist nicht bekannt. Männer sind häufiger betrof­fen als Frauen. Die Er­krank­ung ist zudem bei nord­europäischen Völkern gehäuft, es scheint auch eine fa­mi­liäre Komponente zu geben. Ein Zusam­men­hang mit Alko­hol­konsum wurde postuliert, hat sich jedoch nicht bestätigt.

Symptome
Beugeseitig an der Hand und an den Finger­strahlen entstehen schub­weise langsam über Jahre zuerst knotige, dann strang­artige Ver­härt­ungen direkt unter der Haut. Diese Veränder­ungen führen zu­nehmend zu Streck­ausfäl­len der Finger. Frisch entstandene Ver­änder­ungen können eine Weile auch etwas druck­schmerz­haft sein.

Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll
Solange die Knoten- und Strangbildungen nicht zu Streck­ausfällen führen und nicht schmer­zen, sollte man nicht operativ vorgehen, da man die Er­krank­ung nicht heilen und die Wei­ter­ausbreitung nicht ver­hindern kann. Wenn jedoch die Finger schon deutlich eingezogen sind und die Handfunktion be­ein­trächtigen, ist eine Be­ratung beim Arzt und eventuell eine Intervention angebracht.
Konservative Behandlungsmöglichkeiten oder prophylaktische Massnahmen sind bis jetzt nicht bekannt.

Gewebeauflösende Therapie (Fasziolyse)
In geeigneten Fällen kann man mit Streptokinase (Xiapex®) den krankhaft veränderten Gewebestrang an geeigneter Stelle infiltrieren und partiell auflösen. 1-2 Tage später können noch nicht aufgelöste Strangfasern durch Mani­pulationen zerrissen und der Finger gestreckt werden, Nicht aufgelöste Teile des krankhaften Gewebes bleiben allerdings in der Hohlhand zurück.

Offene, operative Entfernung (Fasziektomie)
Nicht alle Erkrankungsformen sind für die Fasziolyse geeignet und man muss sich für die operative Entfernung des krankhaften Gewebes entscheiden. Dabei dürfen die Gefäss-/ Nerven­stränge der Finger nicht verletzt werden. Die intensive Bewegungs­therapie nach dem Eingriff und das Tragen von Lager­ungs­schienen nachts sind wichtiger Be­stand­teil für ein gutes Ergebnis.