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Tennisellenbogen (Epikondylitis humeri radialis)
Golferellenbogen (Epikondylitis humeri ulnaris)

Ursache
Beim Tennisellenbogen wird die Muskelgruppe der langen Handgelenk- und Fingerstrecker durch eine Überbelastung am Ansatz gereizt. Beim Golfer­ellen­bogen sind es die Ansätze der langen Handgelenk- und Fingerbeuger. Die Patienten weisen meist ein mittleres Alter auf und sie sind einer manuell monotonen oder strengen Belastung ausgesetzt.

Symptome
Beim Tennisellbogen schmerzen die Muskelansätze am Ellen­bogen auf der Aussenseite (Epikondylus radialis) und beim Golferellenbogen auf der Innenseite (Epikondylus ulnaris). Schmerz­bedingt ist die Kraft vermindert. Durch den erhöhten Muskeltonus der schmerzhaften Muskelgruppe wird der Ellen­bogen häufig in etwas gebeugter Stellung gehalten, die voll­ständige Streckung ist dann schmerzhaft.

Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll
Der Arztbesuch ist erst bei chronischen Schmerzen sinnvoll. Primär sollte der Betroffene versuchen, mit den unten erwähn­ten, konservativen Massnahmen die Schmerzen selber zu kon­trollieren.

Konservative Therapiemöglichkeit
Fehlbelastungen und monotone, lang andauernde Belastungs­muster sollten vermieden werden und durch andere Tätig­keiten unterbrochen werden. Die schmerzhaften Muskel­gruppen und deren Gegenspieler müssen täglich konse­quent durch Dehn­ungsübungen gelockert werden. Der Arzt kann zusätzlich ent­zündungshemmende Medikamente ver­schreiben und bei ho­hem Leidensdruck am Schmerzpunkt mit Cor­ti­son infiltrieren. Er kann auch Physiotherapie ver­ordnen, damit der Betroffene ein gutes Stretching-Programm erlernt. Es werden auch spezielle Bandagen und Spangen ange­wendet. Gute Resultate werden teilweise auch durch die Anwendung von Stosswellen be­schrieben.

Operative Behandlungsmöglichkeit
Beim Versagen aller konservativen Massnahmen, kann man operativ die schmerzhafte Muskelgruppe am Ansatz im Ellen­bogenbereich ablösen. Gleichzeitig werden die feinen, lokalen Schmerznerven durchtrennt. Der Operationserfolg ist bei guter Indikationsstellung nach einer wenige Monate dauernden Aus­heilungszeit gut.